Babys einfach abhalten

Windelfrei, dass sollten Eltern unbedingt wissen.

Windelfrei Wissen

Wiebke Gaude - Babys

windelfrei

Babys folgen ihren Eltern. Wenn ihr als Eltern gut gerüstet seid, wird Windelfrei sowohl für euch, als auch für das Baby viel viel besser gelingen. Das Baby bringt von Geburt an alles mit, es braucht von den Eltern aber die passenden Angebote zum Ausscheiden außerhalb der Windel. (Mit anderen Worten: Informiert euch und holt euch Unterstützung.)

Ihr könnt das Baby nicht psychisch schädigen, wenn ihr liebevoll das Töpfchen vor dem zweiten Geburtstag anbietet.
Wenn ihr es nicht am Töpfchen fesselt oder anders extremen Druck aufbaut, wird es keinen lebenslangen Schaden bekommen.

Selbst Neugeborene haben Schließmuskelkontrolle und können somit ab dem ersten Tag die passenden Muskeln zum Ausscheiden außerhalb der Windel ansteuern.

Klare Worte helfen. Es kann sein, dass es Zeiten gibt in denen eine Ansage hilft. Ganz nach dem Motto: Stell keine Frage, wenn du kein Nein akzeptierst. Babys und Kleinkinder müssen die Grenzen von euch Eltern und der Umgebung, in der sie aufwachsen, kennenlernen. Zum Beispiel, dass auf dem guten Teppich von der Oma nicht ohne eine Windel als Backup gespielt wird.

Selbstwirksamkeit ist großartig. Besonders für Kleinkinder. Ihr könnt die persönliche Entwicklung super unterstützen, wenn frühzeitig Möglichkeiten zur Selbstständigkeit geschaffen werden. Hierzu zählt auch das klassische Babytöpfchen zum selbst drauf setzten.

Bis ein Kind alleine sich wiederholende Aufgaben ausführen kann, dauert es ein wenig. Erst mit 14 bis 18 Monaten ist das Gehirn dafür weit genug entwickelt. Solange müssen die Eltern und Bezugspersonen es liebevoll unterstützten. Zum Beispiel mit Worten oder Taten begleiten, wenn das Kind aufs Töpfchen geht.

Nach und nach müssen die Eltern die Verantwortung an das Kind übergeben. Ein Kind kann nicht ewig über das Töpfchen abgehalten werden und dann von jetzt auf gleich selbstständig aufs Töpfchen oder die Toilette gehen. Verantwortung übergeben heißt, dem Kind etwas beizubringen, damit es immer ein bisschen selbstständiger wird.

Beim Trockenwerden brauchen die Kinder eine sanfte Führung. Wenn ihr als Eltern den "Pipi-Tanz" wahrnehmt, dürft ihr das Kind liebevoll aber bestimmt auffordern, zur Toilette zu gehen.
"Ich sehe, du musst mal. Komm, wir gehen schnell aufs Töpfchen (je nach Alter direkt mit im Zimmer), dann kannst du danach entspannt weiter spielen."

Es wird Vor- und Rückschritte geben, zum Beispiel in Form von (vielen) nassen Hosen. Da heißt es: dran bleiben. Eltern sollten auch die kleinen Erfolge wahrnehmen, damit sie motiviert bleiben. Wenn etwas daneben geht: lächeln, wischen und waschen.

Eltern müssen feinfühlig sein und aufpassen, dass sie sich dem Kind mit dem Abhalten oder aufs Töpfchen gehen nicht aufdrängen. Dabei entsteht ein unsichtbarer Drucke, auf den das Kind negativ reagiert. Ganz nach dem Motto vom Artgerecht-Projekt: Druck erzeugt Gegendruck.
Wird das Kind widerspenstig gibt es drei Möglichkeiten:
Dem Kind etwas beibringen, damit es beim Trockenwerden selbstständiger wird.
Die Eltern können sich etwas zurück nehmen und das Abhalten seltener anbieten. Zum Beispiel nur noch morgens in einer liebevollen Routine.
Oder sogar komplett eine Windelfrei-Pause einlegen. Dabei das passende Gleichgewicht zu finden ist manchmal eine Herausforderung.

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Warum soll ich mein Baby eigenlich abhalten?
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Nach dem Impulsvortrag nehme ich mir noch Zeit für Fragen.

Eine Veranstaltung zur "Europäischen Woche der Abfallvermeidung" in kooperation mit den Frühen Hilfen der Stadt Laatzen.

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Häufige Fragen und Antworten

Wie mit Windelfrei anfangen?

Du kannst anfangen dein Baby direkt nach dem Schlafen liebevoll abzuhalten. Nach dem Schlafen ist eine Standardsituation, da ist die Trefferquote recht hoch.

Ist Windelfrei schädlich?

Nein, bei einem liebevollen Umgang mit dem Baby und dir ist Windelfrei nicht schädlich. Wenn du die Punkte von dieser Seite beachtest, wird es noch einfacher.

Geht Windelfrei ab Geburt?

Ja, den Babys können auch schon ab Geburt ihre Schließmuskeln kontrollieren. Eine Windel als Back-Up macht es für viele Eltern entspannter.

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